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Warum schmecken Pilzextrakte überhaupt nicht nach Pilzen?

Women Eating A Mushroom Dessert in The Forest | Antioxi
Lesezeit: 4 Min.

Hast Du Dich jemals gefragt, warum Medizinalpilze eigentlich gar nicht so wirklich nach Pilzen schmecken? Tatsächlich ist das einer der Hauptgründe, warum es so viele Fleischersatzprodukte auf Pilzbasis gibt – man kann sie so verarbeiten, dass sie nach etwas völlig anderem schmecken!

Dasselbe gilt für Pilze, die in der Medizin verwendet werden. Aber was könnte der Grund dafür sein?

Inhaltsverzeichnis

Der (fehlende) Geschmack von Pilzen

Es gibt zahlreiche Belege dafür, dass Medizinalpilze immunmodulierende, antitumorale und entzündungshemmende Aktivitäten bieten können. Diese medizinischen Qualitäten tragen dazu bei, dass viele Kulturen weltweit diese Extrakte als Bestandteile traditioneller Medizin nutzen.

Obwohl es Dich vielleicht abschreckt, Pilze in Deinem Kaffee zu schmecken, schmecken Extrakte aus Medizinalpilzen überraschenderweise gar nicht nach Pilzen. Tatsächlich können sie oft fade, erdig und leicht bitter schmecken, je nachdem, um welche Art es sich handelt und wie sie kultiviert wurden.

Der Schlüssel liegt in den Verarbeitungs- und Herstellungsmethoden, die zwischen medizinischen Pulvern und Extrakten angewendet werden.

Pilzextrakte vs. Pilzpulver

Der Hauptunterschied zwischen medizinischen Pulvern und Extrakten besteht darin, dass Pulver aus dem gesamten Pilz (Fruchtkörper, Myzel, Sporen) hergestellt werden. Medizinische Pulver sind nicht exakt standardisiert oder auf eine bestimmte Verbindung konzentriert. Du kannst Pulver als "ganze Pilze" betrachten, die oft wegen ihrer Nährstoffe eingenommen werden.

Extrakte sind genau das, wonach sie klingen: Pilzextrakte, die auf eine bestimmte Substanz konzentriert sind, hauptsächlich Beta-Glukane.

Warum schmecken Pilzextrakte nicht nach Pilzen?

Extrahierte Pilze schmecken nicht nach Pilzen, weil die Teile mit dem typischen "Pilzgeschmack" aus dem Endprodukt ausgeschlossen wurden. Spezifische Pilzteile, die die aktiven Substanzen beherbergen, werden vom Rest des Pilzes getrennt.

In Medizinalpilzen finden sich aktive Verbindungen oft in größeren Mengen in Form von Beta-D-Glukanen, einer Art Polysaccharid und löslichem Ballaststoff. Beta-D-Glukane sind wegen ihrer herzgesunden Eigenschaften begehrt und der Hauptgrund, warum Medizinalpilze ihren Platz in der traditionellen und alternativen Medizin verdient haben.

Als Extrakte wurden Beta-D-Glukane kristallisiert und zu Pulver verarbeitet, damit Kunden die richtige Menge an benötigten Beta-D-Glukanen leichter konsumieren können.

Der bittere Nachgeschmack

Die Verarbeitung zur Beta-Glukan-Extraktion beinhaltet Hitze, Wasser und/oder Ethanol. Diese Kombination kann einen etwas bitteren Nachgeschmack verleihen, der an reine Koffeintabletten erinnert.

Glücklicherweise gibt es viele Möglichkeiten, diese Bitterkeit zu maskieren:

  • Ausbalancieren mit verschiedenen Aromen
  • Hinzufügen zu anderen Lebensmitteln oder Getränken (z.B. Pilzkaffee-Rezepte)
  • Verwendung mit natürlichen Süßungsmitteln wie Honig oder Zimt

Obwohl diese Extrakte nicht nach Pilzen schmecken, konsumierst Du tatsächlich immer noch Pilze – nur statt des ganzen Dinges, nur die wirklich guten Teile davon! ;)

Erstellt vom Antioxi Redaktionsteam

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Dieser Blog dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung dar. Konsultiere immer einen Arzt oder Apotheker, bevor Du mit der Einnahme neuer Nahrungsergänzungsmittel oder einer neuen Behandlung beginnen.