Depression ist eine psychische Störung, die negativ beeinflussen kann, wie Du fühlst, denkst und handelst. Sie betrifft etwa 5 % der erwachsenen Bevölkerung, wobei in Großbritannien etwa 4,5 % betroffen sind. Die Behandlung reicht von Änderungen des Lebensstils über Therapie bis hin zu Medikamenten.
In letzter Zeit untersuchen Wissenschaftler verstärkt das Heilpotenzial von Pilzen bei psychischen Erkrankungen, insbesondere Lion’s Mane („Igelstachelbart“) und Reishi.
Inhaltsverzeichnis
Woran erkennst Du eine Depression?
Die meisten Menschen mit Depressionen haben ein konstantes Gefühl der Traurigkeit und verlieren das Interesse an Aktivitäten, die sie früher genossen haben. Unbehandelt kann sich dies zu einer Vielzahl emotionaler und körperlicher Probleme ausweiten, die Deine Lebensqualität stark einschränken können.
Einige der häufigsten Symptome, von mild bis schwer, sind:
- Stimmungsschwankungen
- Gefühle von Wertlosigkeit oder Schuld
- Energieverlust
- Ungewollter Gewichtsverlust oder -zunahme
- Innere Unruhe, Auf- und Ablaufen oder ziellose körperliche Aktivität
- Verlangsamte Bewegungen oder Sprache
- Kognitive Probleme (Konzentration)
- Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen
- Schlafprobleme (zu viel oder zu wenig Schlaf)
- Gedanken an Suizid
Verschiedene Arten von Depressionen
„Depression“ ist ein Oberbegriff für verschiedene Störungen, die mit anhaltender Traurigkeit oder Niedergeschlagenheit einhergehen. Hier ist ein kurzer Überblick:
- Major Depression (Klinische Depression): Die häufigste Form, gekennzeichnet durch Angst, Melancholie und Unruhe.
- Persistierende depressive Störung (Dysthymie): Eine Depression, die länger als zwei Jahre andauert.
- Bipolare Störung: Früher als manische Depression bekannt; hier wechseln sich extreme Hochphasen (Manie) mit tiefen depressiven Phasen ab.
- Saisonale-Affektive Störung (SAD): Tritt meist in den Wintermonaten auf („Winterdepression“), oft bedingt durch fehlendes Sonnenlicht.
- Psychotische Depression: Zusätzlich zu depressiven Symptomen treten Halluzinationen, Wahnvorstellungen oder Paranoia auf.
- Peripartale oder Postpartale Depression: Betrifft Mütter kurz vor oder nach der Geburt.
- Prämenstruelle dysphorische Störung (PMDS): Eine schwere Form von PMS, die Frauen vor der Menstruation betrifft.
- Situative Depression: Keine klinische Diagnose, aber eine Reaktion auf stressige Ereignisse wie Tod, Scheidung oder Jobverlust.
- Atypische Depression: Hier können positive Ereignisse die Stimmung vorübergehend aufhellen.
- Therapieresistente Depression: Wenn herkömmliche Behandlungen nicht anschlagen.
Zudem gibt es die sogenannte „lächelnde Depression“ (Smiling Depression), bei der Betroffene nach außen hin glücklich wirken, innerlich aber leiden.
Probleme konventioneller Behandlungen
Obwohl Behandlungen oft wirksam sind, helfen sie nicht jedem zu 100 %. Eine Übersicht im Journal of Medicine and Life wies auf kritische Schwachstellen konventioneller Therapien hin:
- Mangelnde Einheitlichkeit: Was bei Dir wirkt, hilft einem anderen vielleicht gar nicht.
- Nebenwirkungen: Antidepressiva können langfristig die Gehirnfunktion beeinflussen.
- Datenlage: Studien sind nicht immer lückenlos.
- Unvermeidbare Effekte: Auswirkungen auf Stimmung, Libido und Energiepegel sind häufig.
Glücklicherweise konzentriert sich die Forschung zunehmend auf natürliche, risikoarme Ansätze – und Pilze wie Lion’s Mane und Reishi stehen dabei im Vordergrund.
Lion’s Mane und Reishi bei Depressionen

Der Lion's Mane („Igelstachelbart“) könnte bei der Behandlung von Depressionen hilfreich sein. In einer Studie zeigten Mäuse, die Lion's Mane Extrakt erhielten, weniger depressives Verhalten und verbesserte Blutwerte. [1]
Verantwortlich dafür scheint die Verbindung Amycenon zu sein, ein Nootropikum im Lion’s Mane, das sowohl entzündungshemmende als auch antidepressive Wirkungen zeigte. [1]
Eine Maus-Studie von 2018 bestätigt dies und vermutet, dass spezielle Verbindungen im Extrakt wertvoll für die Behandlung depressiver Probleme sind. [2]
Auch bei Angstzuständen und Schlafstörungen zeigt sich Potenzial:
In einer Studie mit Frauen, die unter Wechseljahresbeschwerden und Schlafproblemen litten, berichteten jene, die Kekse mit Lion's Mane aßen, über weniger Angst und Reizbarkeit als die Placebo-Gruppe. [3]

Reishi Extrakte sind für ihre starke Wirkung auf das Immunsystem bekannt, helfen aber auch bei Depressionen und Stress. Als Adaptogen unterstützt Reishi Dich dabei, Stress zu bewältigen, zu entspannen und den Fokus zu behalten, statt ängstlich zu sein.
Eine Studie an Mäusen zeigte, dass Reishi antidepressive Eigenschaften besitzt. Forscher fanden heraus, dass die Extrakte ähnliche Effekte auf Rezeptoren hatten wie herkömmliche Antidepressiva. [4]
Eine weitere Studie fand einen starken Zusammenhang zwischen Reishi-Konsum und weniger Angst, Depression und Schlafproblemen bei Brustkrebspatientinnen. [5]
Weitere wichtige Pilzverbindungen:
- Beta-Glukane: Ein löslicher Ballaststoff, der nicht nur gut fürs Herz ist, sondern laut Experten auch die Stimmung verbessern kann. [6]
- Hericenone und Erinacine: Zwei Verbindungen im Lion’s Mane, die das Nervenwachstum (NGF) stimulieren und das Gehirn vor oxidativem Stress schützen, der zu Depressionen führen kann. [7]
- Triterpene: Im Reishi findet sich Ganoderinsäure, die beruhigend wirkt und die Schlafqualität verbessert. [8]
Qualitätskriterien für Lion’s Mane
Wenn Du Lion’s Mane gegen Depressionen nutzen möchtest, achte auf Folgendes:
- Getestet auf Beta-D-Glukane
- Enthält sowohl Hericenone als auch Erinacine
- Verwendet Fruchtkörper und Myzel
- Geprüft auf Reinheit und Pestizide
(Sieh Dir unseren Laborbericht auf der Produktseite an)
Qualitätskriterien für Reishi
Bei der Wahl eines Reishi-Vitalpilz-Extrakts ist Folgendes wichtig:
- Getestet auf Triterpene
- Getestet auf Beta-D-Glukane
- Gewonnen aus dem Fruchtkörper
- Geprüft auf Reinheit und Pestizide
(Sieh Dir unseren Laborbericht auf der Produktseite an)
Mehr Tipps zur Wahl hochwertiger Extrakte findest Du hier.
Anwendung & Dosierung
Die Integration funktionaler Pilze in Deine Routine ist einfach:
- Basisdosis: Starte mit 2 Kapseln oder 1 Gramm pro Tag für allgemeines Wohlbefinden.
- Intensivierte Dosis: Für stärkere Effekte kontaktiere uns gerne für eine Beratung.
Bei der Vielzahl an Angeboten ist Qualität der Schlüssel:

Sicherheit und Hinweise
Lion's Mane sollte von Asthmatikern mit Vorsicht verwendet werden.
Wenn Du eine Pilzallergie hast, solltest Du keine Extrakte verwenden. Vorsicht ist geboten, wenn Du blutverdünnende Medikamente einnimmst.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Depression ist eine weit verbreitete Störung, die Millionen betrifft. Vitalpilze wie Lion’s Mane und Reishi werden wegen ihrer vielfältigen Vorteile intensiv erforscht. Die Wissenschaft steckt zwar noch in den Kinderschuhen, aber die bisherigen Ergebnisse sprechen stark für die Unterstützung der Gehirngesundheit durch diese Pilze.
Quellenverzeichnis
- Yao W, et al. (2015): Effects of amycenone on depression-like behavior.
- Chiu CH, et al. (2018): Erinacine A-Enriched Hericium erinaceus Mycelium Produces Antidepressant-Like Effects.
- Nagano M, et al. (2010): Reduction of depression and anxiety by Hericium erinaceus intake.
- Matsuzaki H, et al. (2013): Antidepressant-like effects of Ganoderma lucidum.
- Zhao H, et al. (2012): Spore Powder of Ganoderma lucidum Improves Cancer-Related Fatigue.
- Talbott S, et al. (2009): Effect of BETA 1, 3/1, 6 GLUCAN on Mood State.
- Lew SY, et al. (2020): Neuroprotective effects of Hericium erinaceus against oxidative stress.
- Qiu Y, et al. (2021): Exploration of the anti-insomnia mechanism of Ganoderma.
Hinweis zur Nutzung und Beratung: Sprich vor der Anwendung mit einem geeigneten Experten und kläre die Anwendung unbedingt mit Deinem Arzt ab. Die Informationen in diesem Beitrag dienen ausschließlich Bildungszwecken und ersetzen keine medizinische Beratung. Wenn Du Medikamente einnimmst, an chronischen Erkrankungen leidest oder schwanger bist, ist eine professionelle Abklärung vorab unerlässlich.





















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